Der Zermatterhof

Ein Hotel mit Geschichte

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war aus dem abgeschiedenen kleinen Bergdorf Zermatt ein aufstrebender Sommerkurort geworden. Wohlhabende Städter kamen zur Sommerfrische in die Berge und verbrachten hier oft mehrere Ferienwochen.

Geschichte

Der Pfarrer und der Bergtourismus

Aufs Wohl seiner Gemeinde bedacht, entwickelte der damalige Pfarrer von Zermatt, Josef Ruden eine ungewöhnliche Idee: Die alteingesessenen Zermatter Familien, die Burger von Zermatt, sollten sich im Tourismus engagieren und zum Broterwerb ein Hotel bauen.

Die Zermatter Burger werden Hoteliers

Der unermüdliche Gottesmann bewerkstelligte es, die Zermatter Burger zu motivieren. Sie bauten innert drei Jahren von 1876 bis 1879 den Zermatterhof. Die Vision des Dorfpfarrers wurde eindrückliche Wirklichkeit. Mit 94 Zimmer und 150 Gästebetten war der Zermatterhof damals das grösste Hotel am Fuss des Matterhorns.

Fronarbeit für die Gemeinschaft

Um der Gemeinschaft keine übermässige Schuldenlast aufzubürden, mussten sich die Zermatter Burger verpflichten, beim Hotelbau Fronarbeit zu leisten. Als Gegenleistung für ihre gemeinnützige Arbeit erhielten sie das verbriefte Recht der Nutzniessung. Dieses Recht hat im Grundsatz noch heute Bestand.

Seit 1879 empfängt das Grand Hotel Zermatterhof illustre Gäste mit 5-Sterne-Komfort. Daran hat sich auch im 21. Jahrhundert nichts geändert.

Zermatterhof: Ein Hotel mit Geschichte